Bereits Mitte Februar fand der diesjährige Regionalwettbewerb von „Jugend debattiert“ an der Fritz-Erler-Schule in Pforzheim statt. Die drei Debattant*en der 10. Klasse, Isabelle Gabriel, Immanuel Philipp und Michael Walter, hatten sich im Vorhinein schon mit den Themen für die Debatte vertraut gemacht und ausgiebig recherchiert. Angekommen in der Schule wurden wir freundlich vom dortigen Schulleiter begrüßt. Danach ging es direkt mit der ersten Debatte los. Es wurde darüber diskutiert, ob Tierhalter*innen zum Abschluss einer Tierkrankenversicherung verpflichtet werden sollen.
Grundsätzlich werden die Debatten regulär von vier Personen pro Gruppe ausgetragen: Zwei Personen argumentieren für die Pro-, zwei für die Contra-Seite. Zu Beginn jeder Debatte hat jede*r Debattant*in die Möglichkeit in seiner Eröffnungsrede ein erstes Statement zu setzen, um so Einfluss auf den späteren Verlauf der Debatte zu nehmen.
Schon in der ersten Debatte gab es einen Schlagabtausch zwischen den unterschiedlichen Seiten. Nach der zwanzigminütigen Diskussion hatte jede*r noch einmal die Möglichkeit, die eigene Position in der Schlussrede darzustellen. Nach Abschluss der Aussprache zog sich die Jury für eine kurze Besprechung zurück. Nach der ersten Runde bekam jede*r Teilnehmer*in ein kurzes Feedback dazu, was in der Argumentation gut und weniger gut gelungen war.
Nach einer kurzen Pause startete die zweite Runde und es ging um die Frage, ob für Gärten von Privathaushalten eine insektenfreundliche Gestaltung vom Gesetzgeber vorgeschrieben werden sollte. Auch in dieser Debatte wurde hitzig diskutiert. Es gab viele Vorschläge, wie man eine solche Vorschrift umsetzen könnte, aber auch Vorschläge, wie man diesen Einschnitt in die Privatsphäre eines jeden einzelnen durch bessere Aufklärungsmaßnahmen umgehen könnte. Am Ende dieser Diskussion zogen sich alle Jurymitglieder zur Auswertung zurück. Schnell stand fest, wer in das Finale des diesjährigen Regionalwettbewerbs einziehen durfte.
Eine herzliche Gratulation geht an Isabelle, die es sogar als Vorrundenbeste bis ins Finale geschafft hatte. Das Finalthema hieß: Soll auf allen öffentlichen Plätzen in unserer Region kostenloses WLAN angeboten werden? Auch diese Debatte wurde sehr leidenschaftlich ausgetragen. Als Argumente wurden unter anderem sogenannte „Evil Twins“ benannt, die als gefälschte WLAN-Netzwerke persönliche Daten der Internetnutzer*innen abzugreifen versuchen. Aber auch der Aspekt der sozialen Gerechtigkeit wurde in diesem Zusammenhang genannt.
Nach der Debatte zog sich die Jury ein letztes Mal zurück. Es musste nun darüber entschieden werden, wer 2026 zum Landeswettbewerb nach Stuttgart fahren und den Regionalverband Karlsruhe-Pforzheim vertreten darf.
Am Ende gewannen die beiden Debattant*innen Henri Burkhardt von der Fritz-Erler-Schule und Anselm Wagner vom Eichendorff-Gymnasium in Ettlingen. Wir wünschen den beiden viel Erfolg in Stuttgart.
Abschließend lässt sich sagen, dass der Tag für einige Überraschungen sorgte und dadurch sehr gelungen war.
Ein herzliches Dankeschön geht an Herrn Vormstein, der die Teilnahme an „Jugend debattiert“ durch seinen Einsatz für uns möglich gemacht hat.
von Niklas Bosse


